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Dokumentationen: Studie

Studie zu Menschen mit Behinderungen im h�heren Lebensalter

MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN IM H�HEREN LEBENSALTER: GESUNDHEIT UND LEBENSQUALIT�T DURCH BEWEGUNG UND SPORT

Diese Bestandsaufnahme wurde erstellt von Katrin Koenen und Claudia Stura unter der Leitung von Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper (Freie Universit�t Berlin) mit finanzieller Unterst�tzung der F�rst Donnersmarck-Stiftung. Die Studie wurde anl�sslich der Tagung in Bad Bevensen im November 2006 vorgelegt.

Die wachsende Anzahl der �lteren Menschen f�hrt zu steigenden Kosten im deutschen Gesundheitssystem. Bereits heute sind die �konomischen und sozialen Herausforderungen in unserer alternden Gesellschaft ersichtlich und das Problem nimmt zu. Daher ist es dringend erforderlich, unsere Aufmerksamkeit auf die Erhaltung der Gesundheit und die Unabh�ngigkeit im Alter zu lenken. Regelm��ige k�rperliche Bewegung spielt dabei eine gro�e Rolle, auch f�r Menschen mit Behinderungen. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage f�r die vorliegende Bestandsaufnahme. Sie wurde erstellt, um den Einfluss von Sport und k�rperlicher Bewegung auf Gesundheit und Lebensqualit�t von Menschen mit einer Behinderung im Alter zu verdeutlichen und Angebote in diesem Bereich in Deutschland zu untersuchen.

Untersuchungsgrundlage waren Sportm�glichkeiten f�r �ltere Menschen ab 60 Jahren mit einer Behinderung jeglicher Art und Pathogenese. Sport und k�rperliche Bewegung wurde im Rahmen dieser Untersuchung auf der Basis der englischen Definition "Adapted Physical Activity" (APA) verstanden. Dabei wird k�rperliche Aktivit�t als "Bereitstellung von adaptierter Praxis, physischem und sozialem Umfeld, Ausr�stung, Regeln und anderen Faktoren" definiert, die es Menschen mit Beeintr�chtigungen, Behinderungen oder Menschen im hohen Lebensalter erm�glicht, einen aktiven Lebensstil durch die Teilnahme an k�rperlichen Aktivit�ten zu f�hren. Dar�ber hinaus gingen die Autoren davon aus, dass �ltere Menschen nicht nur l�nger leben wollen, sondern sich auch ihre Unabh�ngigkeit und eine hohe Lebensqualit�t so lang wie m�glich erhalten m�chten.

Viele wissenschaftliche Untersuchungen haben bereits die positive Wirkung von sportlichen Aktivit�ten bei �lteren Menschen gezeigt: Sport minimiert nicht nur das Risiko von Folgeerkrankungen, sondern erh�lt auch die K�rperfunktionen im h�heren Alter und vermeidet fr�hzeitiges Altern. Der Zusammenhang zwischen Sporttreiben und einer Verringerung der Wahrscheinlichkeit an Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Osteoporose oder Depressionen zu erkranken, wurde bereits ebenso bewiesen, wie die Verringerung der Sturzgefahr. Zudem verbessert Sport Muskelkraft und Ausdauer, was insbesondere f�r �ltere Menschen, die bereits in ihren Bewegungsm�glichkeiten im t�glichen Leben eingeschr�nkt sind, sehr wichtig ist. Die positive Wirkung auf viele Variablen, die im Zusammenhang mit einer Steigerung der Lebensqualit�t stehen, einschlie�lich kognitiver, emotionaler und sozialer Aspekte, ist ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt. Dieses gilt in noch h�herem Ma�e f�r Menschen mit Behinderungen als f�r andere. Daher hat f�r diese Personengruppe ein angepasstes Bewegungsangebot eine besondere Bedeutung zur Verringerung der grunds�tzlich gr��eren Gesundheitsrisiken und zur Verbesserung der bereits einschr�nkten Lebensqualit�t.

F�r die Aus�bung von Sport von Menschen mit Behinderung in h�herem Lebensalter werden aufgrund des besonderen Anforderungsprofils spezifisch ausgebildete Trainer, �bungsleiter und Personal aus dem Pflegebereich ben�tigt. Die Autoren habe eine �bersicht �ber die Qualifikationen und Ausbildungsformen erstellt und untersucht, inwiefern auch Pflegepersonal im Bereich Sport ausgebildet bzw. geschult werden kann. Um auch einen �berblick �ber die Angebote im Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung zu erhalten, wurden die Behindertensportverb�nde aller Bundesl�nder zu den Angeboten in den ihnen angeschlossenen Vereinen m�ndlich befragt. Das Ergebnis zeigte, dass zehn Bundesl�nder keine speziellen Ausbildungen f�r den Sport mit �lteren Menschen mit einer Behinderung haben, so wie es im DOSB z. B. �blich ist. In der Regel wurden die an den allgemeinen Sportarten ausgerichteten Sportangebote nur nach Art und Grad der Behinderung angepasst. Nur vereinzelt sind Vereine zu finden, die ihre Angebote explizit auf diese gro�e Zielgruppe der �lteren Menschen ausgerichtet haben.

Die gesamte Bestandsaufnahme k�nnen Sie als PDF-Datei herunterladen. Wenn Sie au�erdem an den Dokumenten des Anhangs interessiert sind, k�nnen Sie die gesamte Studie zum Selbstkostenpreis von 10 Euro bei der Informationsstelle f�r den Sport behinderter Menschen (e-Mail: behindertensport@gmx.de) in gedruckter Form beziehen.